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Vizelandesmeister im Hallenfußball für die C-Mädchen

Mit einem Vizelandesmeistertitel erkämpften die Mädels zum Abschluss der Hallenlandesmeisterschaften der Juniorinnen die Silbermedaille. Die Rahmenbedingungen der Meisterschaft an sich werden sicher noch einige Diskussionen nach sich führen. Wie in den letzten Jahren schon mehrfach von den Vereinen kritisiert, ist der Rahmenplan mit je zwei Meisterschaften zu eng gesteckt. In der Regel bleiben zwischen dem Ende des Turnieres vom Vormittag und des am Nachmittag weniger als eine Stunde. Zieht an man dann die Zeit für das Umkleiden ab, so bleibt nur ein kurzes Zeitfenster für ein warm up.
Ein zweites Diskussionsthema sorgt ebenfalls seit vielen Jahren für Dispute. Es geht um die Teilnahme des Magdeburger Trainingsstützpunktes des MDFFC an diesen Meisterschaften. Die im Sprachgebrauch oft als „Elite-Mädels“ bezeichneten Spielerinnen verfügen über ungleiche Voraussetzungen gegenüber den Vereins-mannschaften. Hier werden die besten Spielerinnen des Landes zusammengezogen, um dort fußballtechnisch wie physisch auf ein weitaus höheres Niveau geführt zu werden. Schon in der Vergangenheit ging es also gar nicht mehr um den Titel sondern die Plätze dahinter. Und das erzeugte immer wieder Frust bei den meisten Vereinen. Vielleicht gelingt es ja im nächsten Jahr doch einmal, die an dem Landestitel hängende Qualifikation für die Teilnahme an den Nordostdeutschen Meisterschaften gesondert auszutragen und den Vereinen, Schulsport- und anderen Spielgemeinschaften den Kampf um den Landesmeistertitel zu überlassen.
Letztlich gab es auch noch bei dem engen Zeitrahmen das unsportliche Verhalten des HFC, dessen Trainer die kurze Abwesenheit des Wernigeröder Trainers nutzten, um die Germaninnen aus der Kabine zu verdrängen. So war das Germania-Team erst eine Minute vor der Eröffnung in der Halle und konnte sich weder warm machen, noch einspielen.

Im ersten Spiel trafen die Mädels um Kapitänin Amy auf die Auswahl von Lok Ascherleben. Dieser Gegner stellte sich als eine sehr kompakt stehende Mannschaft dar. Das Spiel war sehr ausgeglichen Auf beiden Seiten konnten die Chancen in der ersten Hälfte des Spiels nicht genutzt werden. Auch der leichte Feldvorteil der Germaninnen bracht nicht viel ein. Das druckvollere Spiel, das vor allem Amy und Anneli nach vorn erzeugten, verstärkte die Unsicherheiten bei den Aschersleberinnen und brachte zunehmend Unordnung in deren engere Abwehr. In der siebenten Minute konnte die gegnerische Torfrau den Schuss von Anneli aus Nahdistanz zwar noch parieren, doch den Abpraller schob Amy dann zum 1:0 ein. Die Mädels aus Aschersleben versuchten mit weiten Torabwürfen und schnellen Bällen immer wieder zum Erfolg zu kommen, doch die Abwehr mit Pia und Lina hielt den Angriffen stand. So blieb es beim 1:0.

  

Das zweite Spiel gegen die zweite (aber spielerisch stärker besetzte) Mannschaft des Halleschen FC war an Spannung kaum zu überbieten. Viele Torraumszenen auf beiden Seiten, bei denen sich Karo als Torfrau beweisen musste und konnte, sorgten für ein schnelles Spiel. Letztlich endete dieses Remis.
Auf Grund des 7:0-Sieges gegen die eigene erste Mannschaft schob sich HFC II damit hinter den MDFFC auf Platz 2.

Das dritte Spiel, wieder nur nach einem Spiel Pause, gegen den HFC I wirkte am Anfang etwas zerfahren. Auch wurden herausgearbeitete Vorteile nicht konsequent ausgespielt. Doch mit Beginn des zweiten Drittels begannen die Germaninnen konzentrierter zusammen zu spielen. In dieser Phase fielen dann auch beide Treffer durch Anneli. Kurz darauf verletzte sie sich  an der Schulter und musste durch Nuria ausgewechselt werden. Im direkten Duell mit HFC II, der da 7:0 gewann, war das Team also in der Tordifferenz um fünf Tore schlechter und blieb Dritter. Doch eine Medaille war schon so gut wie sicher, sofern das letzte Spiel gewonnen werden würde. Nun gab es vier Spiele Pause – eine willkommene Zeit für eine dringend benötigte Erholung.

  

Unmittelbar vor dem Spiel gegen den MDFFC kam dann der HFC II gegen die Aschersleber Mädels nicht über ein Unentschieden hinaus. Da man davon ausgehen konnte, dass auch die Hallenserinnen die Magdeburger Mädels nicht besiegen würden, wäre nun sogar die Silbermedaille drin, mit einem Sieg über die Magdeburgerinnen sogar noch der Titel. Das Trainerteam entschied sich schon vor dem Spiel, Anneli zunächst eine weitere Erholungspause zu gönnen. So lief sie zunächst nicht mit auf. Die Germaninnen versuchten mit eigenen Aktionen im Spiel mitzuhalten, doch den Magdeburgerinnen gelang schon in der dritten Minute der erste Treffer. Unsere Mädels konnten dem Tempo nichts entgegensetzen. Spätestens nach dem ersten Blockwechsel des MDFFC und dem 3:0 – Rückstand war klar, dass die Chance, dieses Spiel zu drehen, gering war. Um letzte Spiel gegen den SV Merseburg gewinnen zu können, wurden in kurzer Folge zwei weitere, für das letzte Spiel wichtige Mädels (Amy und Lina) ausgewechselt. Hierfür kamen Milena und Nuria ins Spiel. Es war egal, wie hoch die Niederlage gegen den MDFFC ausfallen würde, das letzte Spiel gegen den SV Merseburg war entscheidend über Bronze und Silber. In den letzten Minuten erhöhten die Magdeburgerinnen noch einmal den Druck. Gerade in dieser Phase konnten sich nocheinmal Pia und Karo mehrfach auszeichnen. Mit einer 5:0 - Niederlage endete dieses Spiel.

In der letzten Begegnung des Turniers zeigte sich, dass die Entscheidung des Trainerteams richtig war. Die Merseburgerinnen wollten ihr zweites Spiel gewinnen. Keinesfalls waren diese Mädels bereits, das Spiel an die Germania abzugeben. Es war streckenweise ein sehr ausgeglichenes Spiel auf beiden Seiten. Doch die Torfrauen beider Teams hielten ihre Mannschaften im Spiel. In der 10. Minute dann die Erlösung für die Germaninnen: Amy spielte den Eckball auf Lina, die aus dem Rückraum (ca. 10 Meter vor dem Tor) aus halbrechter Position den Ball mit aller Wucht unhaltbar ins Tor hämmerte. Dieses knappe Ergebnis brachten die Mädels über die Zeit. Die Silbermedaille war erkämpft.

Mit dieser starken und mannschaftlich geschlossenen Leistung haben sich die Mädels erstmals selbst belohnen können. Im letzten Jahr noch auf dem undankbaren 4. Platz verwiesen, haben sie nun mit dem Vizemeistertitel ihren ersten großen Erfolg errungen; und in dieser Saison ist noch Einiges drin.

Aufstellung: Kube(Tor), Klein, Reulecke, Reuter, Schmidt, Schock, Stech und Vogel
 

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