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C-Juniorinnen gewinnen den Landespokal

Zunächst war angesichts des starken Schneefalls bis unmittelbar vor dem Turnierbeginn nicht ganz sicher, ob das Landespokalturnier wirklich stattfinden könnte. Der Schneefall wurde dann aber geringer und die Mannschaften, teilweise mit zweistündiger Anreise, wollten auch spielen.
Im Modus „Jeder gegen Jeden“ traten insgesamt fünf Mannschaften in diesem Turnier an: der SV Merseburg-Meuschau, der Magdeburger FFC, Lok Aschersleben, der Hallesche FC und Germania Wernigerode (als Gastgeber). In den zehn Partien von je 20 Minuten Dauer ging es darum, Gegentore möglichst zu verhindern und eigene Tore zu erzielen. Der dann endende, aber doch bis zum siebenten Spiel des Turniers anhaltende, Schneefall machte es allen Mannschaften nicht leicht. Mit dem aufhörenden Niederschlag besserten sich die Bedingungen auf dem Kunstrasen zusehends und die Entscheidung, das Turnier durchzuführen, war am Ende doch zu rechtfertigen.
Unmittelbar nach der Begrüßung und vor dem ersten Spiel gab es eine Gedenkminute für Melinas Vater aus dem Wernigeröder Team, der am 16.3. verstorben war.
Das erste Spiel für den Gastgeber war ein schwieriges, weil die Mädels gegen dieses Team bisher nur in der Halle gespielt hatten. Sehr offensiv ausgerichtet erspielten sich die Germaninnen auch viele Chancen, doch es fehlte ihnen beim Abschluss der richtige Halt und so war ein Abschluss durch einen gezielten Torschuss kaum zu sehen. Die Gäste aus Aschersleben verteidigten sehr tief. Sie versuchten mit langen Torabschlägen und langen Bällen das Wernigeröder Mittelfeld zu überspielen. Dies gelang Ihnen mehrfach und mit den Toren in der 14. und 18. Minute gewannen sie schließlich. Das war eine Niederlage, die weh tat. Es schien, als wäre der Traum vom Landespokal geplatzt.

   

Unmittelbar vor dem zweiten Spiel der Germania zeigte sich dann aber, dass auch die Lok-Mädels nicht nur gewinnen. Nachdem der Magdeburger FFC diesen ein Unentschieden abgerungen hatte, kehrte wieder leise Hoffnung zurück. Im Spiel gegen den Halleschen FC zeigten sich die Mädels wieder als eine druckvoll nach vorn ausgerichtete Mannschaft. Noch klappte nicht alles, aber die deutliche Feldüberlegenheit war unübersehbar. Nur gelegentlich kamen die Hallenserinnen in Richtung des Germaniatores, doch dabei gerieten sie öfter ins Abseits und die Aktionen verpufften. In diesem Spiel zeigte sich auch eine gute Abstimmung zwischen der Abwehr und des Mittelfeldes. In der 12. Minute nahm sich die Kapitänin, Amy, ein Herz und zog aus 18 Metern ab. Der Ball, mit dem Außenriss getroffen, landete unmittelbar unter dem rechten Lattenkreuz im Netz. Ein sehenswerter Treffer. Die Harzerinnen ließen nicht nach und erhöhten den Druck. Selbst die Abwehrspielerinnen wie Lina und Lilly mischten sich in die Angriffsbemühungen ein und schnürten zeitweise den Abwehrgürtel in der Hallenser Hälfte zu. Pia, als echter Libero stand sicher und vermochte es immer wieder, die hohen Zuspiele aus der Hallenser Abwehr direkt zurückzubringen. In der 17. Minute wurde dann der Ball von Lotti umsichtig vom Strafraum ins Feld nach hinten auf Lina gelegt, die einmal mehr ihre feine Schusstechnik beweisen konnte. Aus gut 20 Metern schoss sie eine gefühlvolle Bogenlampe, die sich in lange Eck senkte. Damit war die Partie entschieden. Das Team verbesserte sich durch diesen Sieg auf den zweiten Tabellenplatz, mit einem Punkt hinter Aschersleben sowie einem besseren Torverhältnis vor dem Halleschen FC.

   

Und auch vor dem dritten Spiel gab es wieder einen Motivationsschub. In einem aufopferungsvollen, starken Abwehrspiel nahmen die Merseburger Mädels Lok Aschersleben zwei weitere Punkte ab. Im Team der Lok – Mannschaft zeigten sich doch gegen Schluss der Partie auf physische Schwächen.
Jetzt hatten es die Wernigeröderinnen wieder in der eigenen Hand, den Pokal zu gewinnen.
Und so gingen sie auch in das Spiel gegen den Magdeburger FFC. In den ersten Minuten drückten zwar die Mädels enorm auf das Magdeburger Tor, doch die Präzession stimmte nicht.
Selbst Yona, die dem Team wieder zur Verfügung stand, spielte sich durch vier Magdeburgerinnen, der anschließende Pass erreichte die Mitspielerin nicht. Zunehmend funktionierte auch das besser und die Aktionen wurden zwingender. In der 12. Minute nutzte Anneli das Zuspiel von Lotti und versenkte einen Flachschuss platziert ins rechte untere Eck. Als sich die Magdeburgerinnen gerade wieder fingen, traf Amy mit ihrem zweiten Turniertor das 2:0. Die Magdeburgerinnen verwandelten zwar noch kurz vor Schluss einen Freistoß unmittelbar an der Strafraumlinie zum 2:1, doch mit diesem Sieg übernahmen die Germaniamädels die Führung in der Turnierwertung.

   

Nach einem Spiel Erholungspause ging es für die Gastgeberinnen um Alles. Mit einem Sieg im letzten Spiel wäre ihnen der Pokal nicht mehr zu entreißen. Da die Gäste aus Merseburg nur mit sieben Spielerinnen auflaufen konnten, reduzierte Germania sein Team ebenfalls auf diese Spielstärke, wie es auch zuvor von allen anderen Mannschaften praktiziert wurde. Es ist schön, dass trotz des Wettkampfes um einen Landespokal auch sportliche Fairness noch gibt. Die Leistung, die dieses Team ohne Auswechselspielerin bis hierhin gezeigt hatte, war bewundernswert. Zwei Unentschieden und eine 1:0-Niederlage sind ein tolles Ergebnis.
Doch unsere Mädels mussten gewinnen und so legten sie auch konzentriert los. Bereits in der 3. und 5. Minute sorgte die im gesamten Turnier auf der Sechserposition überzeugende Luisa für eine schnelle Führung. Als nach 10 Minuten Fine ins Spiel kam, wurde sie innerhalb weniger Minuten sehr gut in Szene gesetzt. Leider vergab sie beide Chancen. Yona hingegen krönte ihre wirklich gute Turnierleistung als Mittelfeldspielerin mit dem 3:0. Sie spielte sich dazu durch die gesamte Abwehr. Den 4:0 Endstand stellte dann schließlich Lotti her, die zuvor im Turnier ein großes Laufpensum absolviert hatte und an mehreren Torvorbereitungen beteiligt war.

Es war ein sehr faires Turnier, welches ohne ernsthafte Verletzungen beendet werden konnte. Dafür gilt allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön. Die Schiedsrichter hatten kaum Grund, in die Spiele einzugreifen. Das Groh der Freistöße ging auf Abseitsstellungen zurück.

 

Das Geheimnis des Erfolgs für die Germania-Mädchen lag in einer durchweg geschlossenen Mannschaftsleistung. Es gab keine Schwachstelle an diesem Tag. Die Abwehr mit Pia, Lina uns Lilly spielte sehr aufmerksam nach vorn mit, das insbesondere das enge Zusammenspiel von Lina und Lotti sowie Lilly und Amy sorgte für druckvolle Angriffsbemühungen über die Außen, während Luisa und Yona in der Spielmitte den Ball nach vorn trugen. Anneli als Stürmerin zeigte das von ihr bekannte starke Zweikampfverhalten und sorgte mehrfach für Gefahr. Gerade das Zusammenspiel von Abwehr, Mittelfeld und Sturm machte das Spiel aus. Vor allem auch im letzten Spiel, bei dem es nur sechs Feldspielerinnen gab, spielte die im gesamten Spiel aufmerksame Torfrau Karo mehrfach als zusätzliche Abwehrspielerin mit, so dass eine der drei Abwehrspielerinnen gegen eine zusätzliche Mittelfeldspielerin eingesetzt werden konnte. 
Dass die Mannschaft an die eigene Leistungsfähigkeit geglaubt und es geschafft hat, sich ins Turnier zurück zu bringen, spricht für die Mädchen, die in den letzten Monaten zu einem echten Team zusammengewachsen sind. Der Landespokalsieg ist daher für sie mehr wert, als nur der Sieg einer Trophäe.

 

 



Das Turnier hatte einen emotionalen Abschluss. Bereits vor dem Turnier hatten sich die Mädels abgesprochen, im Falle des Landespokalsieges diesen dem Vater von Melina zu widmen. So übergaben sie anschließend ihr die erhaltene Pokaltrophäe. Zusätzlich erhielt sie einen, von den Spielerinnen und Trainern signierten, Ball.  „Germania Wernigerode - la familia!“


Aufstellung: Kube (Tor) Geucke, Klein, Renz, Reulecke, Schmidt, Schock, L. Schulz, Y. Schulz, Stech und Vogel

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