Spielbetrieb Männer/Frauen

Spiele Nachwuchs

Anmeldung

Finde uns auf Facebook

 
 

C-Juniorinnen holen Kreispokal

Einen Tag nach dem Landesligafinale, welches, auch durch die hochsommerlichen Temperaturen, den Mädels viel Kraft gekostet hatte, fuhren die Germania-Mädchen nach Salzgitter zum Pokalfinale des KFV Nordharz. Noch mit der Erinnerung an die überraschende Niederlage im letzten Punktspiel gegen den TSV Sickte aber auch einigem Selbstvertrauen war eine gute Stimmung im Team. Das letzte Spiel und vor allem der Gewinn des dritten Titels in dieser Saison sollten noch einmal ein Höhepunkt für die alles in allem schwere Saison mit bis zu 35 Einsätzen für die Mädels sein.

Der Platz war gut vorbereitet und die Tagestemperatur entsprechend der frühen Uhrzeit (10 Uhr Anstoß) recht angenehm. Viele Eltern waren zur Unterstützung vor Ort und fieberten mit den Mädchen während des gesamten Spieles mit.

Das Spiel begann mit vielen Szenen im Mittelfeld, aber auch bereits mit mutigen Vorstößen der Wernigeröder Mädels bis vor das gegnerische Tor. Leider konnten die erspielten Chancen noch nicht verwertet werden. In der 12. Minute gab es im Mittelfeld einen Freistoß für die Mädels vom TSV. Die Germania-Abwehr trat hinten heraus und stellte die Stürmerin deutlich um mehrere Meter ins Abseits. Obwohl der Schiedsrichter kurz vor der Freigabe zur Ausführung des Freistoßes noch nach hinten in Richtung der Spielerin schaute, erkannte er offensichtlich das Abseits nicht und Finja Bode konnte mit einem Heber über die herauslaufende Wernigeröder Torhüterin, Karo Kube, einnetzen. Die Proteste nutzten nichts. Das Tor zählte. Nun war ein schneller Ausgleich oder zumindest das Verhindern eines weiteren Gegentores gefragt. Das Trainerteam reagierte und wechselte in der 17. Minute die offensiv eingestellte Luisa Schulz auf die rechte Abwehrseite ein. Aus der Abwehrkette mit Pia Vogel und Melina Schmidt heraus setzte sie einige deutliche Impulse nach vorn. Als in der 21. Minute wieder die TSV-Mädels damit rechneten, dass sie ein Abspiel auf das Mittelfeld versuchen würde, konzentrierten diese sich darauf, die möglichen Anspielpositionen abzuschirmen. Luisa nutzte die Passivität ihr gegenüber, lief auf das Tor zu und erzielte aus ca. 15m halbrechter Position mit einem sehenswerten Flachschuss ins lange Eck den längst verdienten Ausgleich.

  

Die Wernigeröder Mädels versuchten den Druck zu erhöhen.  Sie scheiterten aber immer wieder mit den Abschlüssen an der gut haltenden Torfrau des TSV Sickte bzw. der Ungenauigkeit bei den Flanken oder der Direktannahme. Zur weiteren Verstärkung der Offensive wurde schließlich Emely Enkelmann eingesetzt, die auch zweimal durch gutes Nachsetzen gefährliche Torsituationen im Sickter Strafraum erzeugte. In einem der Fälle gelang es der Sickter Abwehr im letzten Moment den Ball von der Torlinie zu kratzen. Letztlich kam es zu einem Foulspiel ein Spielerin des Sickter TSV. Der Freistoß aus guter Position, mittig 12 Meter vom Tor entfernt, war eine Angelegenheit von Melina Schmidt. Doch die Mauer stand nur drei Meter entfernt und der Schiedsrichter gab trotz entsprechender Hinweise den Ball frei. Die folgende Handabwehr des Schusses durch eine Feldspielerin wertete er offensichtlich als Schutzhand, denn er stand nur zwei Meter mit freiem Blick auf das Geschehen entfernt. Da die Germaninnen in der Folge logischerweise hinten ein wenig aufmachten, boten sich den Sickter Spielerinnen Räume für schnelle Angriffe. Die sehr aufmerksam agierenden Pia Vogel, Lilly Renz und Melina Schmidt hatten den Gegner mehr und mehr dazu gezwungen, sich aufs Kontern zu beschränken, da meist mit ihrer Abwehr ein schnelles Umkehrspiel einsetzte. Im Eins zu Eins gegen setzte sich in der 30. Minute Finja Bode auf der linken Seite durch und erzielte aus spitzem Winkel die erneute Führung. Allerdings nahm sie im Zweikampf die Hand zur Hilfe, um den Ball an der Abwehrspielerin vorbei zu zirkeln. Mit diesem erneuten Rückstand ging es dann in die Pause.

In der Halbzeitpause übernahm es die Co-Trainerin, Melanie Vogel, mit den Mädels zu reden und sie für die zweite Halbzeit aufzubauen. Gemeinsam schwor man sich auf den Sieg ein. Die zweite Halbzeit begann mit einem enormen Druck auf das Tor des TSV. Die Chancen, erfolgreich durch Amy Schock, Lotti Klein und Anneli Reulecke herausgespielt, nahmen zu und nahezu im Minutentakt hätte es Torerfolge geben können. In der 37. Minute nutzte Anneli ihre Chance. Der Ball knallte zu nächst an den Pfosten. Anneli reagierte am schnellsten. Mit ihrem insgesamt 53. Saisontor erzielte sie den Ausgleich. Das Spiel nahm nun noch einmal an Tempo zu. Mehrfach brachte energisches Nachsetzen einen Ballgewinn, der dann in Toraktionen mündete. Gegnerische Angriffe wurden zumeist mit Kontern beantwortet, so dass sich immer mehr Torraumszenen entwickelten. So verhinderte unter anderem Karo Kube in der 53. Minute mit einer starken Abwehr genauso den Rückstand für ihre Mannschaft, wie mehrfach die Torfrau. Und nachdem im Spiel keine Tore mehr erzielt wurden, blieben die Torfrauen im Mittelpunkt. Es kam zum Achtmeterschießen.

  

Von jetzt an spielten Nervenstärke und auch ein bisschen Glück eine wichtige Rolle. Durch Luisa Schulz, die als erste für die Wernigeröderinnen an den Achtmeterpunkt trat, legte Germania vor. Nachdem der TSV Sickte ausglich, verwandelte auch Melina Schmidt. Die zweite Schützin vom TSV verschoss. Jetzt wuchs die Zuversicht auf den Pokalsieg. Lotti Klein verwandelte souverän und brachte den TSV schwer unter Druck, dem die folgende TSV-Schützin Stand hielt. Doch Anneli Reulecke und Amy Schock bewiesen Nervenstärke verwandelten ebenfalls. Damit war der Pokalsieg errungen.

Eine tolle Saison ging damit zu Ende. Mit dem Landesmeistertitel sowie den Landespokalsiegen im Kreis und im Land konnten sie sich die Mädels drei Titel erspielen. Dazu kommen noch zweite Plätze in der Hallenlandesmeisterschaft sowie der Kreismeisterschaft und einem dritten Platz in der Hallenkreismeisterschaft. Damit haben sie es geschafft, in allen sechs Wettbewerben auf einem Podiumsplatz zu stehen. Ein super Ergebnis das höchsten Respekt zollt. Keine Frage, dass Eltern und Trainer stolz auf diese Mannschaft sind. Sie wird wohl auch den Mädels in langer Erinnerung bleiben.

Aufstellung: Kube (Tor), Enkelmann, Klein, Renz, Reulecke, Schmidt, Schock, Schulz und Vogel

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen