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Ein Spiel mit Folgen

Da die Mädchen der JSG Seesen am 17.11. nicht antreten konnten, einigten sich die Mannschafts-führungen darauf, das Spiel auf den 18.11. zu verlegen. Da dies der Volkstrauertag war, durfte in Sachsen-Anhalt nicht gespielt werden und ein Heimrechttausch nach Bornstedt (Seesen) war unumgänglich. So reiste das Team zum Spiel zur JSG dorthin.

Es war sehr frisch und die Bodenverhältnisse durch den harten angefrorenen Boden grenzwertig. Auch das zahlreich liegende Laub machte die Bedingungen für beide Teams nicht einfacher. Durch den kurzfristigen Ausfall von Amy und Nele war die Mannschaft zusätzlich geschwächt und hatte keine Auswechselspielerin zur Verfügung. Dennoch gingen die Wernigeröderinnen beherzt ans Werk.
Das Spiel war sehr ausgeglichen. In der 18. Minute wehrte ein Mädel aus Seesen den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Den Fälligen Strafstoß konnte Lina aber nicht verwandeln.
Zwei Minuten später rutsche Lina zwischen Arm und Oberkörper ein Ball durch, den Karo zunächst sicher zu haben schien. Doch durch den glatten Boden rutschte der Ball zum 0:1 – Rückstand ins Tor.
Der Germania-Mädels bäumten sich auf, aber die Ungenauigkeiten im Abspiel und zu steil gespielte Bälle rächten sich bei den schwierigen Bodenbedingungen. Ab Hälfte der ersten Halbzeit wurde das Spiel unserer Mädels immer mehr durch das Schubsen und Halten behindert. Trotz mehrfacher Hinweise unserer Mädchen ahndete der Schiedsrichter dies nicht, was im Spielverlauf sich noch rächen sollte. Der Kampfgeist der Germaninen wurde in der 30. Minute durch Lottis Treffer zum 1:1 – Ausgleich belohnt. Nun war wieder alles offen. Doch bis zur Halbzeitpause gab es nichts Zählbares mehr.
In der Pause bat der Trainer den Schiedsrichter, angesichts der schweren Bodenverhältnisse und damit erhöhten Verletzungsgefahr, auch die kleinen Fouls wie Schubsereien und das ständige Festhalten strenger zu ahnden.

   

Leider hat der Schiedsrichter es vorgezogen, darauf zu verzichten. Auch wurden seine Auslegungen der Vergehen sehr einseitig. Immer wieder wurden unsere Mädels kleinlich zurückgepfiffen, während Tritte, das Stoßen und das Grätschen in die Gegnerin seitens der Heimmannschaft ungeahndet blieb. In der 60. Minute kam ein weiter Abschlag, den Lina mit dem Fuß abwehren wollte. Die dadurch erzeugte Kerze nahm die hinter der Abwehr eigentlich im Abseits stehende Spielerin dankend an und nutzte ihre Chance zur 2:1 – Führung. Die Abseitsstellung hatte Lina mit ihrer verunglückten Abwehr aufgehoben. In der 63. Minute dann hatte sich Luise zentral durchgespielt und marschierte allein auf Tor zu. Sicher hätte sie ein Tor erzielt, wäre nicht von hinten eine Abwehrspielerin reingegrätscht. Luisa ging zu Boden und brachte den Ball ins Aus. Es gab aber weder einen Strafstoß noch einer Verwarnung. Das Spiel ging mit dem Abstoß vom Seesener Tor weiter.

Zwei Minuten später gelang Luisa dann aber doch der erneute Ausgleich. Unsere Mädels drückten nun aufs Tempo, was die Heimmannschaft nun immer öfter mit Foulspiel versuchte zu unterbinden. Durch den Schiedsrichter gelang dies auch, da er selten eines dieser vielen unnötigen Fouls unterband. In der 75. Minute gab es wieder Einwurf für unsere Mädels. Lotti, die dem Ball entgegenlief, wurde dabei hart gefoult. Und wieder gab der Schiedsrichter Einwurf für den Gegener. In ihrer Verbitterung darüber sagte Lotti im Aufstehen „Scheiß Schiri“ worauf der Schiedsrichter sie aufforderte, den Rasen zu verlassen. Es konnte nicht eindeutig in Erfahrung gebracht werden, ob es sich um eine fünfminütige Zeitstrafe oder einen Platzverweis gehandelt hat.

   

Auf alle Fälle erhitzten sich die Gemüter weiter. Unsere Mädels machten nun in Unterzahl so viel Druck, dass die Seesener Mädels kaum noch aus ihrer Hälfte kamen. Zweimal hatten sie in diesen wenigen Minuten noch den Sieg auf den Schuhen. Als in der ersten Minute der Nachspielzeit über Pia ein Gegenangriff eingeleitet werden sollte, sprang ihr ein übermotivierten Seesener Mädel mit offener Sohle und gestrecktem Bein in den Oberschenkel. Obwohl Pia vor Schmerz schreiend zu Boden ging, ließ der Schiedsrichter zunächst weiterspielen und unterbrach erst nach lautem Protest der C-Trainerin und Mutter das Spiel. Nach einem Wortgefecht zwischen den Beiden mit Beleidigungen auf beiden Seiten verließ der Schiedsrichter das Spielfeld, ohne nach der Verletzten gesehen zu haben, die immer noch am Boden lag. Der Mutter hatte er bis zu diesem Zeitpunkt nicht gestattet, das Feld zu betreten, um der Tochter zu helfen.

Ein Kompliment gilt zunächst der Mannschaft für diesen starken Kampfgeist. Sie werden sicher den Mädchen aus Seesen im Rückspiel in Wernigerode, das dann von einem richtigen Schiedsrichter geleitet wird, eine passende sportliche Antwort geben. Auch wenn die Leistung des Schiedsrichters absolut indiskutabel war und er für den Verlauf des Spieles die volle Verantwortung trägt, so hätten sicherlich die Gemüter im Wernigeröder Team gezügelter sein müssen. Doch auch das ist ein Lernprozess. Ein so provokatives Verhalten eines Schiedsrichters erlebt man nicht oft.

Eine andere Folge war, dass von den sechs mitgereisten Feldspielerinnen vier den Platz mit teils nachhaltigen Verletzungen verließen. Damit konnte das Team nicht wie geplant am 24.11. zum Landespokalhalbfinale in Leuna antreten. Dieses Spiel wird nun am 09.03.19 nachgeholt.

Aufstellung: Kube (Tor), Geucke, Klein, Renz, Schmidt, Schulz und Vogel

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