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Ein starker Auftritt der B-Juniorinnen

Die B-Mädchen von Germania Wernigerode bestritten am 21.09.2019 Ihr erstes und wahrscheinlich schwerstes Spiel um die Landesmeisterschaft. Im Ergebnis des weiteren Rückganges von Vereinsmannschaften Im Mädchenfußball unseres Landes sind nur drei Teams im Landeswettbewerb dabei.

In einem nahezu ausgeglichenen Spiel gelang es unseren Mädels gleich zu Beginn der Partie selbstbewusst aufzutreten und mit ersten Nadelstichen die HFC-Mädels an ihrem Kombinationsspiel zu stören. Diese versuchten mit schnellen Pässen die meistens in der Mitte agierende Luise Pieles in Szene zu setzen. Doch die Pässe erreichten diese anfangs kaum. Mit großem Einsatz vorn spielend bemühte sich unser Dreiersturm (Amy, Lotti und Nele) Druck auszuüben. So ging der erste wirkliche Torschuss auf das Konto von Amy. Leider verfehlte dieser noch das Tor. Doch bereits in der 5. Minute wurden die Germaninnen für Ihre Bemühungen belohnt. Nach einem von Lotti getretenen Eckstoß entstand ein kleines Durcheinander vor dem Hallenser Tor und Amy schaltete am schnellsten. Das 1:0 war zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unverdient, da die Wernigeröder Mädels ein wenig mehr investierten und auch im Zweikampf etwas präsenter waren.



Doch die Freude währte nicht lang. Mit einem zentral gespielten Pass wurde die HFC-Stürmerin freigespielt, die sich die Chance nicht nehmen ließ. Jetzt entwickelte sich ein spannendes Spiel, dass vor allem auch durch die starken Abwehrleistungen beider Seiten geprägt wurde. Beide Teams hätten in der Folge zu Torerfolgen kommen können, ja eigentlich müssen. Doch es gelang nicht. Auch wenn sich mehrfach Amy und Lotti an den Seiten durchsetzten, fehlte in der Mitte jeweils der Abnehmer, der dann die Vorarbeit mit einem Treffer belohnen hätte können. So hatte eine aufopferungsvolle Abwehrarbeit dafür sorgen müssen, dass kein Rückstand eintritt. Man muss diesen Mädels ein großes Lob zollen. Ob das ausgezeichnete Stellungsspiel von Pia und Lina, das stetige Nachsetzen von Lilly oder auch das beständige Attackieren und in die Pässe Reinlaufen von Luisa, alle sie sorgten mit großem Laufpensum dafür, dass auch der HFC-Sturm nicht zum Zuge kam. Es blieb es bis zur Halbzeit bei diesem Unentschieden.

Die zweite Halbzeit begannen die Mädels, wie die erste. Mit viel Druck versuchten sie nach einer taktischen Umstellung den Druck auf die HFC-Mädels zu erhöhen. Da in der ersten Halbzeit die Hauptgefahr für unsere Mädels aus der Hallenser Mitte kamen, wurde nach Beratung mit den Germaninnen auf die Außenverteidiger/Mittelfeld - Positionen verzichtet und mit zwei Sechsern gespielt. Diese Aufgabe übernahmen Amy und Luisa. Fine hingegen wurde beauftragt, die gegnerische Abwehr und die HFC-Torfrau bei Ballbesitz anzulaufen, um diese zu verunsichern. Auch wenn sich Fine dabei sehr verausgabte, führte dies in der 67. Minute fast zum Torerfolg, als die Torfrau unter Bedrängnis den Pass in die Mitte spielte. 

Zuvor konnte das Germania Team in der 42. Minute auf 2:1 erhöhen. Die erste Druckphase erbrachte einen Eckstoß, den Lotti gefühlvoll und mit der nötigen Höhe auf den langen Pfosten zog. Die Torfrau wurde von dem Ball überrascht und konnte diesen nicht festmachen, er rutschte Ihr durch die Hände. Der HFC schien ein bisschen beeindruckt, hielt aber in seinen Bemühungen nicht inne. Mehrfach musste unsere Torfrau Karo zeigen, was sie kann. Dabei stand ihr einmal auch das Glück des Tüchtigen zur Seite. Vor allem mit dem Zweikampfverhalten und dem Zurückerkämpfen verlorener Bälle überzeugten die Mädels den Trainer. In der 52. Minute baute Amy mit einem "Sonntagsschuss" aus gut 18 m Entfernung ins lange Eck die Führung zum 3:1 aus.

Das war ein sehr wichtiger Treffer, aber wie sich zeigen sollte noch nicht die Entscheidung. In der 65. Minute kamen die Hallenserinnen durch ihren zweiten Treffer noch einmal heran. Jetzt ging das Spiel noch einmal schnell von der einen zur anderen Spielhälfte, wobei der HFC eine hochkarätige Chance vergab. Hierbei konnte sich Karo im Tor auszeichnen. Auch die Wernigeröderinnen hatten Pech, als der Ball dreimal knapp das lange Eck verfehlte. Die Erlösung brachte dann Lotti. Nach einem Doppelpass zwischen Fine und Nele kam der Ball zu Lotti durch, die in der 79. Minute zum 4:2-Endstand einnetzte.

Es war ein harterkämpfter Sieg, bei dem in den entscheidenden Szenen die Germaninnen präsenter waren und auch die Chancen nutzten. Der Kampfgeist unserer Mädels war überragend, die bei warmen Temperaturen ihre physische und mentale Stärke ausspielen konnten. Ohne Auswechselspielerinnen hielten sie nicht nur das Tempo des HFC mit sondern hielten dieses streckenweise selbst hoch. Es war ein spannendes und temporeiches Spiel, an dem die HFC-Mädels auch einen hohen Anteil hatten. Unsere Mädels haben nun die Voraussetzung geschaffen, das Rückspiel im April nächsten Jahres auf dem heimischen Kunstrasen selbstbewusst angehen zu können. Germania ist nun das einzige Team mit einer noch weißen Weste im Titelkampf.

Aufstellung: Kube (Tor), Geucke, Glaser, Klein, Renz, Schmidt, Schock, Schulz und Vogel

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